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Mineralien

 

 

 

Calcium



 
Syn./Analoga: Calciumaspartat, Cacliumchlorid, Calciumcarbonat, Calciumgluconat,               Calciumhydrogenphophat, Calciumlactat, etc..

Funktion: Gerüstsubstanz für Knochen unjd Zähne; Mitwirkung an der Erregungsleitung in Nerven und Muskelzellen; Mitwirkung an der Blutgerinnung und Zellmembranstabilisierung.

Mangelsyndrom: Demineralisierung der Knochen durch Calciummangel führt langfristig zu Osteoporose, oder Osteomalzie; Tetanie.

Tagesbedarf: Erwachsene: 800 mg; Kinder und Jugendliche: 600 bis 1000 mg; Schwangere + 400 mg; Stillende + 450 mg.

Vorkommen (jeweils in 100 g): Parmesan: 1300 mg; Hartkäse: 1000 mg; Schnittkäse: 800 mg; Schmelzkäse: 650 mg; Schafskäse: 500 mg; Gummibonbons: 360 mg; Mandeln: 250 mg; Haselnuß: 220 mg; Sandkuchen: 200 mg; Grünkohl, gegart: 180 mg; Schokolade: 170 mg; Milcheis: 150 mg; Salzstangen: 150 mg; Joghurt, entrahmt: 140 mg; Eigelb: 140 mg; Hülsenfrüchte: 130 mg; Blattspinat, frisch: 125 mg; Milch: 120 mg; Studentenfutter: 120 mg; Frischkäse: 100 mg; Weizenkleie: 90 mg, Müsli-Riegel: 80 mg.

Giftigkeit: Bei Überdosis Reizungen der Schleimhäute im Magen-Darmtrakt, schwere Störungen an Nerven, Muskeln und Herz.

Gesamtbestand d. Organismus: -.

Sonstiges: Unsichere Bedarfsdeckung bei Vitamin D- Mangel, Malabsorption, Überschuß an Oxalat und Phosphat in der Nahrung, Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, Jugendlichen, Frauen in der Menopause.
     

 

 
Eisen

 

Syn./Analoga: Eisenfumarat, -gluconat, -sulfat, Eisen-Glycin-Sulfat-Komplex usw..

Funktion: Bestandteil von Hämoglobin, Myoglobin, Katalasen, Oxidasen, Peroxidasen und der Cytochrome; Mitwirkung in der Atmungskette.

Mangelsyndrom: Hypochrome mikrozytäre Anämie; Erschöpfung, schnelle Ermüdbarkeit, Wachstumsstörungen, verringerte Widerstandskraft gegen Infektionen, Hautblässe, Hautatrophien, Mundwinkelrhagaden.

Tagesbedarf: Erwachsene: 12 mg (Mann), 18 mg (Frau); Schwangere + 7 mg, Stillende + 4 mg, Kinder und Jugendliche: 8 bis 18 mg.

Vorkommen (jeweils in 100 g):
Lebertran: 300 µg; Bückling: 30 µg; Matjeshering: 29 µg; Steinpilz, getrocknet: 28 µg; Pfifferling, getrocknet: 28 µg; Sprotte: 26 µg; Morchel, getrocknet: 25 µg; Hering, Konserve: 23 µg; Aal, geräuchert: 22 µg; Lachs, geräuchert: 22µg; Lachs, frisch: 17 µg; Forelle, geräuchert: 7 µg; Eigelb: 5µg; Margarine: 3µg; Erbsen- und Möhrengemüse: 2µg.

Giftigkeit:
akute Vergiftungen, besonders bei Kindern mit tödlichem Ausgang möglich.

Gesamtbestand d. Organismus: 3 bis 5 g, 70 % im Hämoglobin, 12 % im Myoglobin, 18 % als Depoteisen in Leber, Milz und Knochenmark.

Sonstiges: Unsichere Bedarfsdeckung bei Vegetariern (Sojaeisen wird jedoch gut aufgenommen), Resorptionsstörungen, Mangel an Magensäure, nach Blutverlusten. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Eisen aus tierischer Nahrung wird besser verwertet als solches aus Pflanzen.

 
     

 

 
Fluorid

 

Syn./Analoga: Natriumfluorid, Natriumfluorophosphat.

Funktion: Bestandteil Knochen- und Zahnmasse.

Mangelsyndrom: Zahnkaries.

Tagesbedarf:
Erwachsene: 1 mg; Kinder und Jugendliche: 0,25 bis 1 mg.

Vorkommen (jeweils in 100 g): fluoridiertes Kochsalz: 25 mg; schwarzer Tee, getrocknet: 9,5 mg; fluoridhaltige Mineralwässer: 0,15 bis 0,65 mg; Teeaufguß (10 g Tee / Liter): 0,03 bis 0,25 mg; Butter: 0,17 mg; Hühnerei: 0,11 mg; fluoridiertes Trinkwasser: 0,1 mg; Rindfleisch: 0,1 mg; Schweinefleisch: 0,08 mg; Camembert: 0,06 mg; Geflügel: 0,04 mg; Fisch: 0,03 mg; Milch: 0,02 mg;

Giftigkeit:
Chronische Überdosierung kann zu Dentalfluorose, Zahnschmelzflecken und Skelettveränderungen (Osteofluorose) führen; Fluor ist ein Enzyminhibitor und kann daher schon in niedrigen Konzentrationen (mg / kg Körpergewicht) giftig sein.


 

 
Iod

 

Syn./Analoga: Kaliumiodid.

Funktion:
Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Mangelsyndrom:
Schilddrüsenunterfunktion und Iodmangelsymptome (Strumabildung).

Tagesbedarf: Erwachsene: 180 µg; Schwangere: + 30 µg, Stillende: + 60 µg, Kinder und Jugendliche: 100 bis 200 µg.

Vorkommen (jeweils in 100 g): Iodsalz: 1500 bis 2500 µg; Dorschlebertran: 335 µg; Schellfisch: 243 µg; Seelachs: 200 µg; Scholle: 190 µg; Garnele: 130 µg; Miesmuschel: 130 µg; Kabeljau / Dorsch: 120 µg; Rotbarsch: 99 µg; Makrele: 74 µg; Hering: 52 µg; weißer Heilbutt: 52 µg; Thunfisch: 50 µg; Camembert: 20 µg; Hühnerei: 10 µg; Vollmilch: 3 µg; Forelle: 3 µg; Fleisch: 1 µg; Obst: 1 µg; Gemüse: 1 bis 5 µg.

Giftigkeit: Auslösung einer Hyperthyreose ist bereits bei 150 µg Iod pro Tag möglich bei Patienten, die älter als 40 Jahre sind.

Gesamtbestand d. Organismus:
10000 bis 20000 µg, 75% davon in der Schilddrüse.

Sonstiges:
Mangelsymptome bei allen Bevölkerungsgruppen möglich (in Süddeutschland häufiger als in Norddeutschland).
     

 

 
Kalium

 

Syn./Analoga: KCl, K2CO3, NaHCO3, Kaliumcitrat, Kaliumorotat, Kaliumgluconat.

Funktion:
Intrazelluläre Regulation der Osmolarität, Mitwirkung bei der Erregungsleitung in Nerven und Muskelzellen und bei Hydratationsvorgängen.

Mangelsyndrom:
Muskelschwäche, Störungen der Herztätigkeit, Atonie des Magens etc..

Tagesbedarf: Erwachsene: 3 bis 4 g; Kinder und Jugendliche: 1 bis 4g.

Vorkommen (jeweils in 100 g):
Kochsalzersatz: 45 g ; Pfifferling, getrocknet: 8,3 g; Aprikose, getrocknet: 1,6 g; Weizenkleie: 1,4 g; Kartoffelchips: 1,2 g; Feige, getrocknet: 1,1 g; Tomatenmark: 1,0 g; gelbe Gemüsepaprika: 0,9 g; Mandeln: 0,9 g; Rosinen: 0,8 g; Pommes frites: 0,7 g; Nüsse: 0,7 g; Forelle, geräuchert: 0,7 g; Bratkartoffeln: 0,6 g; Schokolade: 0,4 g; Feldsalat: 0,4 g; Fleisch, gegart: 0,4 g; Grünkohl, gegart: 0,4 g; Bohneneintopf: 0,4 g; Banane: 0,4 g; Gummibonbons: 0,4 g; Blumenkohl, frisch: 0,4 g, Sellerie, frisch: 0,3 g.

Giftigkeit:
Bei Überdosis Reizungen der Schleimhäute im Magen-Darmtrakt, schwere Störungen an Nerven, Muskeln und Herz.

Gesamtbestand d. Organismus: -.

Sonstiges:
Unsichere Bedarfsdeckung bei langandauernden Alkhol- und Laxantienmißbrauch; während längerer fastenkuren; bei Diuretikabehandlung, Diabetes melitus, chronischem Erbrechen und Durchfall.
     

 

 
Magnesium

 

Syn./Analoga:
Magnesiumaspartat, -carbonat, -citrat, -glutamat, oxid usw..

Funktion: Enzymaktivator, z.B. für ATP-abhängige Reaktionen; Bestandteil der Knochenmasse; Senkung der neuromuskolären , muskulären und kardialen Erregbarkeit; Antagonismus zu Calciumionen.

Mangelsyndrom:
Muskelkrämpfe, Herzrythmusstörungen, Unruhe, GI-Störungen, erhöhte Streßempfindlichkeit, Konzentrationsstörungen.

Tagesbedarf:
Erwachsene: 300 mg (Frau), 350 mg (Mann); Schwangere + 100 mg, Stillende + 150 mg, Kinder und Jugendliche: 140 bis 400 mg.

Vorkommen (jeweils in 100 g):
Weizenkleie: 550 mg; Kürbiskern, frisch: 524 mg; Sonnenblumenkerne: 400 mg; Kochsalzersatz: 400 mg; Kaffee Instantpulver: 390 mg; Sesam, frisch: 351 mg; Kakaopulver: 294 mg; Pfifferling, getrocknet: 231 mg; Nüsse, frisch: 228 mg; Zartbitterschokolade: 156 mg; Haferflocken: 140 mg; Erbsen: 116 mg; Gummibonbons: 110 mg; Vollkornbrot mit Ölsamen: 104 mg; Vollmilchnußschokolade: 96 mg.

Giftigkeit: Bei höheren Dosen Durchfälle.

Gesamtbestand d. Organismus: 24 bis 28 g.

Sonstiges:
Unsichere Bedarfsdeckung bei Hochleistungssport, starker Schweißbildung, Schwangerschaft, Stillzeit
     

 

 
Natrium

 

Syn./Analoga:
NaCl, Na2CO3, NaHCO3.

Funktion: Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes im Extrazellulärraum, Mitwirkung bei der Erregungsleitung in Nerven und Muskelzellen.

Mangelsyndrom: Hypotonie, Tachykardie, Apathie, Muskelkrämpfe.

Tagesbedarf:
Erwachsene: 5 g; Kinder und Jugendliche: 2 bis 5g; Sportler zusätzlich ca. 0,5 bis 1 g pro Liter Schweiß.

Vorkommen (jeweils in 100 g):
Sardelle, gesalzen: 5,2 g; Schweinefleisch, gepökelt: 4,5 g; Matjeshering: 3,2 g; Kassler: 2,1 g; Hering in Öl: 1,9 g; Salzstangen: 1,8 g; Schnittkäse: 1,4 g; Schafskäse: 1,3 g; Jägerschnitzel: 1,2 g; Salami: 1,2 g; Bratwurst: 1,1 g; Cornflakes: 1 g; Knäckebrot: 1 g; Camembert: 0,9 g; Leberwurst: 0,7 g; Vollkornbrot: 0,6 g; Kartoffelchips: 0,6 g; Spiegelei: 0,4 g; Salzkartoffeln: 0,3 g; Nüsse: 0,2 g, Hühnerei: 0,1 g.

Giftigkeit:
Lang andauernde Überdosierung kann zum Auftreten von Ödemen, Hypertonie und Übererregbarkeit der Muskulatur führen.

Gesamtbestand d. Organismus: -.

Sonstiges:
Unsichere Bedarfsdeckung bei Durchfall oder Erbrechen und bei starkem Schwitzen. Verbreitet in Deutschland ist eher die überhöhte Natriumzufuhr
     

 

 
Phosphat

 

Syn./Analoga:
Calciumhydrogenphosphat.

Funktion: Bestandteil der Knochenmasse; Beteiligung an der zellulären Energiegewinnung als Bestandteil von ATP; Puffersubstanz im Plasma.

Mangelsyndrom: Gestörte Knochenmineralisation; als folge davon Wachstumsstörungen, Rachitis und Osteomalzie.

Tagesbedarf:
Erwachsene: 800 mg; Schwangere: + 200 mg, Stillende: + 200 mg, Kinder und Jugendliche: 800 bis 1000 mg.

Vorkommen (jeweils in 100 g):
Weizenkleie: 1200 mg; Kürbiskern, frisch: 1140 mg; Parmesan: 950 mg; Schmelzkäse: 860 mg; Brüphwürfel: 700 mg; Leinsamen, frisch: 660 mg; Schnittkäse: 540 mg; Curry-Bratwurst: 460 mg; Mandeln: 450 mg; Fleischwurst: 400 mg; Bockwurst: 390 mg; Resi, ungeschält: 300 mg; Vollkornbrot mit Ölsamen: 300 mg; Milchschokolade: 250 mg; Fleisch gegart: 230 mg; Eiscreme: 210 mg.

Giftigkeit: -.

Gesamtbestand d. Organismus: -.

Sonstiges:
Mangelsyptome in der Regel nicht vorkommend; Ausnahme bei bestimmten Nierenfunktionsstörungen, Vitmain D-Mangel und Hyperparathyreoidismus. Bei Niereninsuffizienz kann ein erhöhter Phosphatspiegel auftreten.